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Getriebeölspülung

Getriebeölspülung

Unterschied zwischen Standard Getriebeölwechsel und einer Getriebeölspülung

Bei einem Standard Getriebeölwechsel wird das Öl über die Ölablassschraube aus der Getriebeölwanne abgelassen,
je nach Angebot der Filter gewechselt und neues Öl wieder eingefüllt. Nachteile dieser Methode sind, dass einerseits nur
ca.50–70% des Öls gewechselt werden und andererseits Ablagerungen das neue Öl verunreinigen. Je nach Getriebe
verbleiben beim Ablassen 30-50 % des alten Öls im Wandler bzw. im Wandlergehäuse.

Bei der von uns durchgeführten Getriebeölspülung  wird erst    eine Reinigung mittels eines speziellen auf
Getriebeöle zugeschnittenen Reinigers durchgeführt. Alle Gänge werden mit dem Reiniger durchgeschaltet, um auch
eine Reinigung aller Ventile zu gewährleisten. Im Anschluss wird eine dynamische Spülung vorgenommen. Das heißt,
es wird gleichzeitig die Menge an neuem Öl zugeführt die auch entnommen wird. Der Vorgang des Spülens wird
automatisch protokolliert um eine genaue Rechnungsstellung zu gewährleisten (wie viel Reiniger eingefüllt, wie viel
Öl entnommen und hinzugefügt).

Fazit:

Bei einem Standard Getriebeölwechsel verbleiben Rückstände und Ablagerungen im Getriebe und es wird nur ein Teil
des „verbrauchten“ alten Öls erneuert. Bei der von uns angewandten Methode der Getriebeölspülung wird hingegen
die gesamte Menge getauscht.

Auch sollte man die Getriebeölspülung anwenden bevor es zu spürbaren Verschlechterungen gekommen ist.
Die Spülung kann sowohl ruckeln, als auch unmotiviertes Schalten, sowie schlechtes Anfahrverhalten etc. beheben.

Kostenvergleich:

Wenn man nun die Kosten gegenüberstellt, erkennt man schnell das es sich nicht lohnt das Risiko eines
Getriebeschadens einzugehen. Unabhängig davon ob man sich entscheidet ein Automatikgetriebe instandsetzen
zu lassen oder ein Neues Getriebe kauft, die Kosten liegen jenseits der 5000€ inkl. aus-/einbauen des Getriebes.

Eine Getriebeölspülung  kostet hingegen zwischen 400 und 600 €. Um eine genauere Kosteninformation zu
erhalten, empfehlen wir vorab eine Anfrage per E-Mail mit Kopie des Fahrzeugscheins.

 

Wie wir zum Thema Automatikgetriebeölspülung kamen:

Ein Kunde kam mit einem kapitalen Tiptronic Getriebeschaden bei ca.190.000 KM. Die Instandsetzung bei

einem Spezialisten kostete mehrere Tausend Euro, wobei  hier nur Garantie gewährt wurde, wenn nachweisbar
ist, dass anschließend nach 1.000 km eine Getriebeölspülung vorgenommen wurde.

Also machten wir bei dem Kundenfahrzeug eine Automatikgetriebeölspülung.
Nach der Spülung war ein spürbarer Unterschied im Schaltverhalten festzustellen, und das bei einem
eigentlich „neuen“ Getriebe.

Basierend auf dieser Erfahrung haben wir uns mehr Informationen über Automatik-, Tiptronik- und
Multitronik (CVT) Getrieben beschafft. Unter anderem empfiehlt der Getriebehersteller ZF nach 80.000 KM
einen kompletten Ölwechsel vorzunehmen.

http://www.zf.com/corporate/de_de/products/services/repair_service/repair-service.html

Rubrik: „Wartung des Getriebes“

Dies widerspricht den Angaben der meisten Fahrzeughersteller, welche behaupten dass die Getriebe eine Lifetime
(Lebensdauer) Befüllung haben. Bei einem Multitronikgetriebe (CVT) sollte sogar nach 40.000 bis 60.000 KM
ein Getriebeölwechsel vorgenommen werden.

 

Wie kommen die unterschiedlichen Aussagen zustande?

Es stellt sich die Frage: Was bedeutet Lifetime Befüllung? Wie lange „lebt“ ein Auto?

Zum Thema Lebensdauer haben wir z. B. diesen Artikel gefunden:
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/bmw-setzt-maximal-laufleistung-von-150-000-km-voraus-a-855355.html

Da es schwer nachweisbar ist, dass ein Getriebeschaden durch altes Öl verursacht wurde, könnte man auf die Idee
kommen das es im Sinne der KFZ-Hersteller ist, nach Ablauf der Garantie ein neues Getriebe zu verbauen.
Die meisten Schäden am Getriebe könnten sich vermeiden lassen, wenn eine Getriebeölspülung inkl. Reinigung vorgenommen würde.

 

Beispiele aus unserer Werkstatt:


Ölqualität (links neu / rechts alt)

  1. Wir hatten einen Honda Jazz (65.000 km gelaufen) hier, welcher kaum noch rückwärts fahren konnte.
    Am Berg rückwärts einparken funktionierte gar nicht mehr. Der Kunde war bereits bei 2 anderen Werkstätten,
    welche ein neues Automatikgetriebe verbauen wollten.
  2. Nachdem wir eine Getriebeölspülung mit vorhergehender Reinigung durchgeführt haben,
    funktionierte wieder alles einwandfrei.
    Das Bild zeigt deutlich die Qualität des alten Öls (rechtes Schauglas).
    Wobei man nicht unerwähnt lassen sollte, dass dieses sogenannte CVT Getriebe alle 40.000 Km einen
    Getriebeölwechsel bekommen sollte.
  3. Bei einem Maserati 3200 GT wurden die Gänge recht hart gewechselt und man hatte manchmal das Gefühl
    das nicht richtig Beschleunigt wurde. Nach der Getriebeölspülung wurden die Schaltvorgänge wieder weich
    und schnell durchgeführt. Es gab beim Beschleunigen auch keinen Schlupf mehr.